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BMW International Open

Außenseiter Andres Romero gewinnt das Turnier – Spannung bis zum letzten Putt

Martin Kaymer
Martin Kaymer

Das war die Überraschung bei den 29. BMW international open, die turnusgemäß wieder in München Eichenried ausgetragen wurden – nicht die etablierten Golfpros wie Stenson, Kaymer oder Garcia wurden ihrer Favoritenrolle gerecht, nein es gewann ein nahezu Unbekannter. Der Argentinier Andres Romero, nur die 837 (!) der Weltrangliste, spielte am Schlusstag die beste Runde (-7) und gewann mit einem schlag Vorsprung vor dem Spanier Sergio Garcia, dem Engländer Richard Bland und dem Belgier Thomas Detry.

Andres Romero
Andres Romero
Lange zeit wechselte sich dieses Quartett in der Führung ständig ab – Masters-Champion Garcia „verschenkte“ das mögliche stechen mit einem drei-Putt an der 16. Bester deutscher Spieler war nicht Martin Kaymer, der am Wochenende nur zuschauen durfte sondern Nicolai von Dellingshausen, der in der Schlussrunde groß aufspielte (-5) und schließlich auf dem geteilten 26. Rang landete. Übrigens, den teuren Wagen, der für ein Ass an der 17 bereit stand, darf BMW wieder mit nach Hause nehmen. Vor rund 64.5000 zuschauern, die an drei brütend heißen tagen mit jeweils über 35 Grad und einem Schlusstag mit etwas Regen das Turnier besuchten, glückte keinem der 156 angetretenen Golfer das Kunststück.

Donnerstag, 22. Juni, erster Spieltag
 
Zwölf deutsche Spieler traten im 156er-Teilnehmerfeld an, aber nicht Martin Kaymer oder Marcel Siem trumpften am ersten tag groß auf, sondern eher die Spieler aus der „zweiten Garnitur“ überzeugten. Alexander Knappe, Nicolai von Dellingshausen und Florian Fritsch spielten auf dem Par72-Kurs jeweils eine 69. im Gegenteil – Martin Kaymer landete mit einer Par-Runde auf dem geteilten 82. Platz, Marcel Siem sogar mit +4 auf Position 147! der Cut wird bei -2 erwartet, Kaymer sollte also am nächsten Tag eine 69 spielen, Siem dagegen wird wohl das Wochenende daheim verbringen dürfen.

Nicolai von Dellingshausen
Nicolai von Dellingshausen
Eine makellose Runde lieferte der eher unbekannte 37-jährige Australier Wade Ormsky ab – acht Birdies und zehn Par bedeuten -8 bei 64 Schlägen. Knapp dahinter der Belgier Thomas Detry (-7), gefolgt von Olesen, Luiten und Garcia (alle -6). zwei Spieler konnten über ein Hole-in-One jubeln, um sich dann auch ein bisschen zu ärgern. denn Paul Peterson aus den USA und dem Argentinier andres Romero gelang dieses Kunststück am zweiten Loch, wofür es „nur“ eine Magnumflasche Champagner gab. für das erste Ass an der 17 ist dagegen ein BMW i8 Protonic Frozen Black edition in einem Wert von 140.000 Euro ausgelobt.

Sergio Garcia
Sergio Garcia
Freitag, 23. Juni, zweiter Spieltag

Die schlechte nachricht zuerst – am Wochenende wird ohne Martin Kaymer gespielt. der Cut lag bei -1, Kaymer verfehlte ihn mit einer Par-Runde um einen schlag. auf Loch 10 und 11 leistete er sich jeweils ein Bogey und das war’s dann. zwei Top-Spieler, Sergio García und Henrik Stenson sind dagegen weiterhin ganz vorne dabei. am zweiten tag schob sich Vorjahressieger und BMW International Open open-Champion Stenson aus Schweden mit einer 69er-Runde und nun acht Schlägen unter Par vom sechsten auf den dritten Platz nach vorne, den er sich unter anderem mit Masters-Champion García aus Spanien teilt. Beide liegen nur einen Zähler hinter den Gesamtführenden Joakim Lagergren aus Schweden, der mit 66 Schlägen die beste Runde des Tages spielte, und Joël Stalter aus Frankreich (beide -9). Sechs deutsche Spieler schafften den Cut. Hervorragend der 19-jährige Amateur Max Schmitt, der mit 5 unter Par überraschend die zweitbeste Runde des Tages spielte und sich als 32. (-3) für zwei weitere Auftritte qualifizierte. Bester deutscher der Gesamtwertung ist Max Kramer (-4) auf Rang 23.

Bernd Wiesberger
Bernd Wiesberger
Samstag, 24. Juni, dritter Spieltag

Der Schlag des Tages glückte Richard Bland, der auf Loch 11 den Ball aus dem Wasser schlug und anschließend ein Birdie spielte, um gleich zwei Löcher weiter ein Eagle zu schaffen. Damit schloss der Brite zum führenden Sergio Garcia auf – beide spielten eine 67, liegen mit je -13 in Führung und gehen am Schlusstag gemeinsam als letzter Flight auf die Runde. Auf Tuchfühlung mit einem Schlag hinter den Führenden bleibt der Schwede Joakim Lagergren, der im „Schlussspurt“ auf den letzten beiden Löchern jeweils ein Birdie schaffte. Zurückgefallen ist allerdings Henrik Stenson – der Titelverteidiger spielte nur zwei Birdies, aber auch zwei Bogeys und ist mit fünf Schlägen Rückstand nahezu chancenlos. In die Spitzengruppe katapultierte sich der Schotte Scott Henry mit der besten Runde des Tages, einer 66. Achtbar schlugen sich die deutschen Vertreter Sebastian Heisele und vor allem der Amateur Max Schmitt. Beide liegen mit fünf unter Par auf dem geteilten 41. Platz. Horst Huber

Abseits der Fairways

Auch deshalb kommen die Golfpros so gerne nach München – genießen sie hier doch eine fantastische „Rundum-Betreung“. Surf-Fan Rafa Cabrera Bello testete gekonnt die Welle im Eisbach am Haus der Kunst. Ebenfalls im Haus der Kunst, im P1 bewies Henrik Stenson – kritisch beobachtet von Sergio Garcia – bei der Players Night, dass er auch das „Ozapfn“ beherrscht. 

Und ein tolles Ballgefühl zeigten (von links) Martin Kaymer, Sergio Garcia und Henrik Stenson in der BMW-Welt. Es galt einen Ball auf ein blindes Grün auf eine Brücke zu schlagen. Sieger war übrigens Henrik Stenson, dem als Preis von BMW Vertriebsleiter Peter van Binsbergen eine bayerische Lederhose überreicht wurde. Horst Huber