Golf Faszination & Lifestyle

ANZEIGE

Immer in Bewegung

Ex-Olympiasieger Toni Innauer engagiert sich für seinen Lieblingssport: Golfen

Herr Innauer, Sie sind ein vielbeschäftigter Mensch. Sie sind als Experte beratend für das Sportresort „Hohe Salve“ tätig, halten Vorträge und sind Teilhaber der Getränkefirma IXSO. Woher nehmen Sie die Energie?

Toni Innauer: Ich schaffe das, weil es Aufgaben sind, die mich interessieren, weil ich mit unserer Agentur „Innauer + facts“ eine flinke verlässliche Organisation im Rücken habe und weil ich versuche, mich selber gut zu organisieren. Das gibt Energie zurück. Neben meinem Beruf gibt es viele Dinge, die mich faszinieren: Lesen, Musizieren, Fliegenfischen und Bewegung in verschiedenen Formen.

Was waren für den Olympiasieger Toni Innauer die bewegendsten Momente in seiner Karriere als Skispringer?

Mein allererster Wettkampf nach meinem Quereinstieg, als ich Vorarlberger Landesmeister bei den Schülern und in der älteren Jugend wurde, obwohl ich nur zwei Tage lang trainiert hatte. Natürlich haben mich der Olympiasieg 1980 und der Weltrekord 1976 bewegt, aber eben auch der 5. Dezember 1980, als ein Sturz und eine schwere Unterschenkelverletzung meine Laufbahn beendeten.

Sportler, die eine Affinität zum Ball haben, spielen meistens auch gut Golf, so wie der Fußballer Thomas Müller oder der Handballer Stefan Kretzschmar. Wie sind Sie zum Golfspielen gekommen?


Als Nationaltrainer der österreichischen Skispringer habe ich für die Athleten eine technisch und konzentrativ schwierige, motorische Herausforderung als Alternativtraining gesucht. Wir haben dann alle in Reith bei Seefeld die Platzreife gemacht. Ich bin neben Werner Schuster, dem aktuellen deutschen Nationaltrainer, einer von denen, die hängengeblieben sind.

Sie haben mit 33 Jahren mit dem Golfspielen begonnen und schnell ein Handicap von 6,8 erzielt. Kam Ihnen nie der Gedanke, in den Profisport einzusteigen?

Nicht als Spieler, aber es gab kurzfristig die Überlegung, im Trainings- oder Betreuungsbereich zu Golf zu wechseln. Ein entsprechendes Angebot des Österreichischen Golfverbandes lag Ende der 90er Jahre vor. Wegen einer Trainerausbildung war ich auch schon in Kontakt mit dem Schwedischen Golfverband. Letztlich habe ich aus familiären Gründen nicht gewechselt und bin dem nordischen Skisport treu geblieben.

Westendorf, Kitzbühel, Ellmau bieten ein atemberaubendes Panorama für Golfer. Welche Golfplätze spielen Sie besonders gerne, und wer ist Ihr Lieblingsflight-Partner?

Ellmau ist ein feiner und fairer Platz, wie überhaupt das Tiroler Unterland sehr viel golferische Abwechslung mit großartigem Ambiente und Panorama kombiniert. Ein Beispiel hierfür ist auch Westendorf. Ich spiele gerne in Mieming oder am Achensee, mein empfehlenswerter Heimatclub ist der Golfpark Bregenzerwald und mein Lieblings-Trainingsplatz ist der sportliche 9-Lochplatz Reith bei Seefeld, wo ich Zweitmitglied bin. Mein Lieblingspartner ist mein Sohn Mario, der früher Skisprungprofi war und dann beim Golf zum Weitenjäger wurde.

Apropos Tiroler Unterland, Sie sind Testimonial und Berater des Sportresorts „Hohe Salve – Move and relax“. Was hat Sie zu dieser Tätigkeit inspiriert?

Bewegung und Sport sind mein Leben. Ich war Profisportler, habe Bewegungswissenschaften studiert, war Junioren- und National-Trainer. Als Athlet hatte ich viele Verletzungen. Die Erinnerungen daran zwingen mich zu einem bewussten und geschickten Umgang mit meinem Körper. Ich kann und möchte etwas weitergeben von meiner Erfahrung, meiner Selbstmotivation. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Sportwissenschaften in Innsbruck wurde ich von der Pletzer-Gruppe zur Entwicklung des Konzeptes eingeladen. Jetzt habe ich die Freude, diese Konzepte mit speziell ausgesuchten Experten umzusetzen. Wir konnten Patrick Koller, einen ortsansässigen Olympiastarter und Sportwissenschaftler für die operative Leitung des Move & Relax-Bereiches gewinnen. In diesem gewachsenen Umfeld macht es mir Freude, als Berater und Mentor für das Sportresort „Hohe Salve“ tätig zu sein.

Move and Relax: Was kann man sich darunter vorstellen?

Move and Relax ist das ausbalancierte Wechselspiel zwischen bewusst gesetzten Reizen in Form von aktiver Bewegung und maßgeschneiderter Regeneration, ergänzt durch die richtige Ernährung. Ziel ist es, gemeinsam mit unseren Gästen die richtige Balance zu finden. Im Sportresort „Hohe Salve“ setzen wir dieses Konzept mit den angebotenen Leistungen perfekt um. Von der Leistungsdiagnostik mittels Spiroergometrie oder Bioimpedanzanalyse, über funktionelles Training bis hin zur Sportmassage oder dem Hydroxeur-Bad bieten wir hier den vollen Umfang.

Das Sportresort „Hohe Salve“ liegt nahe am Golfplatz Westendorf. Das ist ideal für golfspielende Gäste. Welche weiteren Vorteile bietet das Sportresort dem sportlichen Gast?

Durch die neu geschaffene Infrastruktur im Sportresort „Hohe salve“ ist es uns möglich, mit Sportwissenschaftlern auf die individuellen Bedürfnisse der Gäste einzugehen. So können hier die verschiedenen Belastungen, die beim Golfen entstehen, im Move & Relax physisch behandelt werden. Beweglichkeit, Kraft, Balance und Koordination für eine geschmeidige Golfbewegung können im Sportresort Hohe salve getankt werden.

Welche Golfplätze, national und international, waren für Sie besonders beeindruckend?

Von Dubai bis Florida und Südafrika bis Norwegen habe ich schon viele Plätze gespielt. Es sind nicht die teuersten Plätze, die mich am meisten begeistert haben. Man kann auch in Schottland unweit der weltberühmten Plätze versteckte Perlen finden, wenn man sich bei den Einheimischen erkundet. Tain war ein Beispiel für einen wunderbaren Kurs.

Mit welchem Golfprofi würden Sie gerne einmal auf die Runde gehen?


Lieber mit Spielern meines Alters, mit Pros aus der „Masters-Tour“, die körperlich mit ähnlichen Herausforderungen und leichten Einschränkungen an Kraft und Beweglichkeit zurechtkommen müssen und trotzdem großartige Runden abliefern, wie zum Beispiel Bernhard Langer, Tom Watson oder Fred Couples. Es wäre interessant zu beobachten, welche Lösungen sie entwickelt haben.

Herr Innauer, danke für das offene, interessante Gespräch.

Das Gespräch führte Manuela Drossard-Peter.