Golf Faszination & Lifestyle

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Promis & Profis

Nur wenige Sportarten ziehen so viele Prominente an wie Golf. Bei den BMW International Open in München Eichenried ist die Star-Dichte immer besonders beeindruckend. Beim Pro-Am-Turnier durften die VIPs die Schläger selbst schwingen – denn da gingen die Amateure mit den Profis auf den Platz.

Heuer stark vertreten: die Wintersportler. Mit ihnen standen 11 Olympiasiege und 34 Weltmeistertitel auf dem Grün. Unter anderem auch Ski-Superstar Felix Neureuther. Aber auch Fußballer wollten etwas dazulernen: Weltmeister Thomas Müller, „Capitano“ Michael Ballack und Leipzig-Coach Ralph Hasenhüttl schlugen mit den Weltklassegolfern Martin Kaymer, Marcel Siem oder Sergio Garcia ab.

Die Pro-Am-Teilnehmer und ihre Beziehung zum Golfsport:

Tobias Arlt: Der Genießer

„Unser Flight war stark, unser Pro klasse, und wir hatten sehr viel Spaß“, sagt der Rennrodler. Für den zweifachen Olympiasieger ist Golf ein „toller Ausgleich“, von dem man nicht genug kriegen kann. Es gebe aber auch unangenehme Seiten: „Wenn man am Abschlag steht und zeigen will, was man kann, der Ball abhebt, aber dann hinter dir landet, ist das sehr peinlich.“


Sandra Kiriasis: Die Glück-im-Unglückliche

Ihren Wunsch-Pro konnte sie sich nicht aussuchen. Pech. Trotzdem hat die ehemalige Bobpilotin, die von 2003 bis 2011 neun Mal in Serie den Gesamtweltcup im Zweierbob gewann, Glück gehabt: „Denn Jorge Campillo war ein echter Glücksfall.“ Ein hilfreicher Spaß sei es gewesen: „Er hat viel mit uns geredet und uns nützliche Tipps gegeben.“


Annica Hansen: Die Entertainerin

Moderatorin Annica Hansen vertrat die Unterhaltungsbranche. Das tat sie gut. Schließlich hat sie ein Handicap von 16. Was sie an Golf fasziniert? „Dass man ständig gegen sich selbst kämpft. Man muss sich entspannen, wenn man eigentlich den Schläger schmeißen möchte, und muss irgendwie in sich ruhen, wenn man eigentlich laut herumschreien möchte.“


Felix Neureuther: Der Unkonstante

„Golf ist die perfekte Abwechslung zum Skifahren“, sagt der 33-Jährige. Für sein Spiel fällt ihm sofort ein Wort ein: unkonstant. „Mal geht der Ball nach rechts, mal nach links, mal geradeaus.“ Der Flight mit Martin Kaymer habe ihm gefallen: „Martin ist ein super-netter Kerl, den ich schon seit ein paar Jahren kenne. Sein Niveau ist brutal.“ Recht viel abschauen konnte er sich aber nicht. „Ich hab‘s probiert“ – geklappt hat‘s nicht wirklich.


Michael Ballack: Der Vollendete

Beim Golf hat der 97-malige deutsche Fußballnationalspieler das geschafft, was ihn in seiner langen Karriere als Profikicker nie vergönnt war: 2015 gewann der 40-Jährige beim Pro-Am der Alfred Dunhill Links Championship in St. Andrews mit Golfprofi Florian Fritsch einen internationalen Titel. Ballack hat ein Handicap von 22.


Felix Loch: Der Gezwungene

Zum Golfsport sei der Rodler nicht ganz freiwillig gekommen. „Gruppenzwang“, sagt er. Seine Wintersportkumpels hätten ihn mitgezogen und überzeugt. Denn: „Golf wird nie langweilig.“ So auch auf dem Pro-Am in Eichenried: „Es war sehr, sehr lustig. Ein toller Flight mit Marcel, Thomas und Fritz. Mein eigenes Spiel könnte zwar besser sein, aber ein paar Birdies konnte ich auch beisteuern.“


Fritz Fischer: Der Mental-Experte

Die Biathlon-Legende war begeistert: „Alles hat perfekt gepasst: super Platz, tolle Leute, gute Stimmung.“ Der Olympiasieger von 1992 findet übrigens: „Golf ist die schwerste Sportart überhaupt. Die Schläge kann man lernen, das Entscheidende ist aber der mentale Bereich. Da ist Golf dem Biathlonsport sehr ähnlich.“


Thomas Müller: Der Verletzte

Seine Leidenschaft fürs Golfen ist bekannt, sein Handicap liegt bei 6. „Für mich ist Golf die optimale Möglichkeit, mal richtig runterzufahren. Der ideale Ausgleich zum Fußball.“ Bei den BMW International Open 2017 war er angeschlagen, aber trotzdem dabei. Der Stürmer des FC Bayern schrieb nachher auf Facebook: „Golfen kann ich aufgrund meiner Daumenverletzung zwar gerade nicht. Aber blöd daher reden und ein wenig putten geht immer. Ich hatte viel Spaß beim Pro-Am und bekam nützliche Tipps von den Weltklassegolfern Marcel Siem und Sergio Garcia.“


Ralph Hasenhüttl: Der Süchtige

Der Fußballtrainer ist extrem ehrgeizig. Über seinen Erfolg sagte er einmal: „Man darf es nicht akzeptieren, wenn etwas nicht funktioniert." Das könnte erklären, dass der 49-jährige Österreicher in seiner besten Zeit ein Handicap von 14 hatte. Der Golfsport hat es ihm angetan: „Es ist eine Herausforderung, eine Bewegung zu erlernen, die so konstant und so präzise wie möglich ausgeführt werden soll. Das hat mich süchtig gemacht.“ Mit seinem Auftritt in München war er zufrieden: „Wir haben nicht so schlecht gespielt. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht.“


Texte: Julian Trager | Fotos: Manuela Drossard-Peter, BMW AG | Quelle: BMW AG